Die katechetischen Homilien Theodors von Mopsuestia, eines der grössten Exegeten und Dogmatiker der Alten Kirche, sind nicht im griechischen Original auf uns gekommen, sondern in der Volks- und Literatursprache des christlichen Orients, dem Syrischen. Die Gründe hierfür sind bekannt, sie liegen in der mit Leidenschaft und Erbitterung geführten Debatte um die Rechtgläubigkeit seiner Positionen. Die vorliegende Studie möchte einen ersten Einblick in das theologische Denken des Bischofs von Mopsuestia bieten und zu einem vertieften Verständnis seines Werkes anregen. Die Grundidee, die sich hinter den Einzelthemen verbirgt, ist die rechte Verbindung und Zuordnung von Göttlichem und Menschlichem, Ewigem und Zeitlichem, Unwandelbarem und Vergänglichem.